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Wappen USL Dunkerque USL
DUNKERQUE
1:1
(0:1)
RODEZ
AF
Wappen Rodez Aveyron Football
 
  Tore:  
  0:1 Arconte (25.)
1:1 Bardeli (74.)  
 
Freitag, 3. April 2026 20:00 Uhr
Stade Marcel Tribut 3.859
Dunkerque, Hauts-de-France, FR zu Fuß - 3 km ab Malo-les-Bains
Ligue 2 (FR II) 29. Spieltag
18 Euro - Sitzplatz Gegengerade 12° C - bewölkt
--- Bier (Saint-Omer) 0,5l - 7 Euro
 
 
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Karfreitag in Deutschland. Angelehnt an das vermeintliche Leid einer Fabelfigur, ein Tag ohne Freude, Spaß und Fußball. Immerhin bleibt einem weiterhin die Möglichkeit, die Osterfeiertage für einen kurzen Trip über die Grenze oder sogar die Grenzen zu nutzen. Unsere Wahl fiel auf das nordfranzösische Dunkerque. Gefühlt habe ich die Hafenstadt, deren Namen mich mal bewusst mal unbewusst vor ziemliche Probleme stellte, bereits seit zehn Jahren auf meiner kleinen Reise-Wunschliste. Am Abend des Gründonnerstags war es so weit und wir drei bezogen ein kleines Appartement 50 Meter vom langen und breiten Sandstand des lebhaften Stadtviertels Malo-les-Bains. Hier konnten wir am höchsten Feiertag der Christenheit in der Ruhe der Nebensaison die langsam erwachende Stadt erkunden. Auch und vor allem dank ihrer herausragenden Rolle im zweiten Weltkrieg hat Dunkerque genug für einen kurzen Städtetrip zu bieten. Nun gibt es jedoch wenige Ausflüge, die nicht auch irgendwie an ein Fußballspiel vor Ort gekoppelt sind.

Überraschung. So war es auch dieses Mal. Am Freitagabend empfing der örtliche Zweitligist USL Dunkerque die Mannschaft von Rodez AF aus Aveyron. Die Planung des Spielbesuchs war kein großer Akt. Einzig das Ticketsystem der Hausherren war so unintuitiv, dass ich im Eifer des Gefechts eine Karte zu viel buchte. In der Hoffnung, jemanden mit dem überzähligen Ticket glücklich zu machen, trat ich den halbstündigen Fußweg von der Ferienwohnung zum Stade Marcel Tribut früh an. Rund um das recht frisch renovierte Stadion war schon einiges los. Eine Tageskasse und entsprechende Abnehmer für das Ticket suchte ich jedoch vergeblich. Also ließ ich noch etwas mehr Geld vor Ort, kaufte mir einen Wimpel im Fanshop und enterte anschließend die Gegengerade. Der stilvolle, moderne aber mit nur gut viertausend Plätzen auch sehr kleine Ground besteht aus drei Tribünen. Die Haupttribüne und ihr Gegenüber sind sich recht ähnlich. Allerdings hat man erstere mit einem dritten Rang mit Logen versehen. Komplettiert wird das Ensemble durch einen typisch französischen Gästekäfig etwas abseits des Geschehens in der nordöstlichen Ecke des Platzes. Immerhin fanden sich ein Dutzend Gästefans dort ein und verbrachte den Abend wie Tiere im Zoo.

Der überraschend gute Support der Hausherren wurde von der Gegengerade organisiert. Fußballerisch ließ mich auch diese Partie im französischen Unterhaus ratlos zurück. Als Schalker ist man aus den Vorsaisons einiges gewohnt und doch wusste man das hier wieder zu toppen. Mit etwas mehr Motivation und Französischkenntnissen würde ich gerne die Passquoten oder vergleichbare Statistiken raussuchen. Es war daher mehr als verwunderlich, dass es beide Mannschaften tatsächlich schafften, mit je einem respektablen Spielzug zum Torerfolg zu kommen. Den in Gelb spielenden Gästen gelang der Führungstreffer in der 25. Minute nach einer Flanke von der Grundlinie, die vor dem Tor nur noch eingenickt werden musste. Dunkerques Bardeli glich 15 Minuten vor Schluss per Lupfer clever aus. Der Ausgleich brachte Feuer in die Schlussviertelstunde der zuvor oft ereignisarmen Partie. Trotzdem blieb es beim 1:1, meinem fünften Spiel in Folge mit nur zwei oder weniger Treffern.

Fotos Sightseeing