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logo_schalke FC
SCHALKE 04
4:1
(2:0)
PREUSSEN
MÜNSTER
Logo von Preußen Münster
 
  Tore:  
1:0 Karaman (36.)  
2:0 Heuer (ET., 45.)  
3:0 Aouchiche (51.)  
4:0 Sylla (66.)  
  4:1 Yamada (82.)
 
Sonntag, 19. April 2026 13:30 Uhr
Veltins-Arena 62.077 (ausverkauft)
Gelsenkirchen, NRW, DE Auto - 35 km ab DU-Walsum
2. Bundesliga (DE II) 30. Spieltag
12 Euro - Stehplatz Kurve (Dauerkarte) 13° C - bewölkt
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Es ist der 19.04. und ein Heimspiel auf Schalke steht an. Viel mehr geht nicht - könnte man denken. Doch guckt man auf die Tabelle, sieht den S04 an der Spitze mit nur noch fünf Spielen vor der Brust. Grund genug an diesem späten Sonntagvormittag den Kofferraum zu öffnen und die Freundinnen und Freunde auf dem Parkplatz für Bier und Knackwurscht zusammenzutrommeln. Gesetzt waren neben Alex und mir, Angy, Mariano und Mateo, die das Wochenende bei uns im Pott verbrachten. Dazu kamen sicher noch zehn weitere Mitstreiter, die unser kleines Treffen zu einer stattlichen und stimmungsvollen Versammlung verwandelten. Alle Anwesenden waren guter Dinge und glaubten an einen Heimsieg gegen das Schlusslicht aus Münster. Es sprach auch wenig gegen diesen Optimismus. Ihr letztes Spiel verloren die Knappen Ende Januar beim Auswärtsspiel bei den Nachbarn aus Bochum. Seitdem gab es aus neun Spielen fünf Siege und vier Remis. Trotzdem zeigt sich natürlich immer wieder, dass gerade Duelle zwischen dem Ersten und dem Letzten ganz anders laufen können.

Ich hoffte auch für Mateo, dass man sich heute keine Blöße geben würde. Immerhin besuchte der junge Mann sein erstes Fußballspiel und sollte aus diesem bitte mit einem Erfolgserlebnis gehen. Mit sechs Jahren sein erstes Spiel in der Schalker Nordkurve zu erleben, ist eine Ansage. Die Stimmung war selbstverständlich gut und ließ dem prall gefüllten Münsteraner Gästeblock keine wirkliche Chance, sich Gehör zu verschaffen. Auch auf dem Platz gab es wenig, was den Gästen hätte Mut machen können. Stolze sechs (Groß-)Chancen verbuchte Königsblau allein in der Anfangsviertelstunde, bevor man das Tempo etwas rausnehmen musste. Preußen-Schnapper Schenk hielt bis dato wie ein Wahnsinniger alles, was auf seinen Kasten kam. Zum Glück aus Schalker Sicht, konnte Karaman den Bann in der 36. Minute brechen und brachte den S04 per Kopf in Front. Kurz vor der Pause war es eine Aouchiche-Ecke, die Münsters Heuer knapp vor Timo Becker zum zweiten Schalker Treffer ins eigene Tor köpfte.

Das 2:0 zur Pause fühlte sich äußerst gut an, auch da die Gäste es nie gefährlich vors Schalker Tor schafften. Man sah hier doch eindeutig, dass sich zwei Mannschaften gegenüberstanden, die ziemlich sicher im kommenden Jahr nicht in einer Liga spielen werden. Und das auch völlig zurecht. Für die Adler-Träger kam es nun nämlich richtig dicke und Preußens Bester, Keeper Schenk, schenkte sich einen eigentlich harmlosen Aouchiche-Abschluss selbst ein (51.). Nach 66 Minuten stand es gar 4:0, nachdem Sylla am langen Pfosten eine Karaman-Vorlage nutzte. Mittlerweile hatten wir also vier Bierduschen im Nacken, die man beim Blick auf den Videowürfel und dem darauf angezeigten Zwischenstand gut verkraften konnte. Münsters Ehrentreffer in der 82. war dann zwar ärgerlich, aber zu verkraften. Die königsblaue Party lief sowieso schon und so mancher Gassenhauer und einige Laola-Runden wurden nach knapp einem Jahr Abstinenz wieder ausgekramt. Mitte Mai 2025 hatte man im Heimspiel gegen Elversberg voller Sarkasmus die abschließende Nicht-Leistung einer absoluten Katastrophensaison besungen und immerhin auf den Rängen für Spaß gesorgt. Elf Monate später steht Schalke vor dem Aufstieg. Es fühlt sich grandios an.