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Nach dem Besuch beim Auswärtsspiel der
Freunde vom Club, ging es am Samstagabend mit dem Spiel der
Knappen denkbar intensiv weiter. Der S04 traf im Topspiel auf
den FC Magdeburg. Ein Duell, das auf den Rängen und auf dem
Platz eine gewisse Brisanz versprach. Mit den Fans aus der
Elbestadt sollte eine deutschlandweit geschätzte und sicherlich
auch vielerorts gefürchtete Szene den Gästeblock in der Arena
bevölkern. Auch wenn die Mannschaft des FCM als
Tabellen-Sechzehnter wenig angsteinflößend daherkommt, hat man
doch bewiesen, dass man ab und an und vor allem dank einer
effektiven Offensive für eine Überraschung sorgen kann. Der FC
Schalke hat sich indes durch seinen Sieg in Kiel am letzten
Wochenende ein wenig rehabilitiert und thronte vor dem 23.
Spieltag wieder an der Spitze der Zweitliga-Tabelle. Aufgrund
der starken Konkurrenz aus Darmstadt, Elversberg, Hannover und
Paderborn musste selbstredend ein Sieg her, um weiterhin im
Klassement den Ton anzugeben.
Alex und ich erlebten eine Anreise ohne
Besonderheiten und waren dann doch über die Situation vor den
Stadiontoren verwundert. An den Eingängen hatten sich riesige
Schlangen gebildet. Es war mal wieder schwer nachzuvollziehen,
warum es heute hakte, wo es sonst zuverlässig fluppte. Naja, wir
waren natürlich trotzdem pünktlich auf unseren angestammten
Plätzen und begrüßten Kirsten, Andre und Flo wenige Minuten vor
dem Anpfiff. Viele Blicke gingen früh in den Gästeblock, wo sich
der Anhang aus Sachsen-Anhalt wie gewohnt mit hoher Mitmachquote
und ohne Tifo austobte. Der etablierte Gegner auf den Rängen
kitzelte auch die Nordkurve wach, die schon früh Grund zum
Feiern hatte. Der bärenstarke Schalker Neuzugang Aouchiche zog
nach einer Viertelstunde aus spitzem Winkel ab und traf mit
Hilfe des Fußes eines Magdeburger Verteidigers und des
Innenpfostens zum 1:0. Somit lief es für den Spitzenreiter wie
erhofft und vielleicht auch erwartet. Blöd nur, dass der FCM
keine zwei Minuten später ausglich. Immerhin konnte der S04 dank
Dzekos Kopfballtreffer aus der 39. Minute mehr als verdient mit
einer Führung in die Pause gehen.
Bis dato war es eine gute und
abwechslungsreiche Zweitliga-Partie, in der der S04 nach den
ersten 45 Minuten gerne klarer hätte führen dürfen. Da tat es
gut, dass ein dämliches Handspiel von Magdeburgs Hercher den
Hausherren und Kapitän Karaman einen Elfmeter und folgerichtig
das 3:1 bescherte (49.). Im Duell der beiden Europapokalsieger
schien der S04 nun durch zu sein. Aber auch dieses Mal schlugen
die „Größten der Welt“ früh zurück und erzielten sehenswert den
Anschlusstreffer (53.). Die Knappen schienen es wieder nicht zu
schaffen, die eigene Überlegenheit in einen ungefährdeten Sieg
zu verwandeln. In einem Spiel ohne jegliche offensiven Fesseln,
besorgte ein schöner Spielzug, der in einer grandiosen Voarbeit
von Altstar Dzeko auf Ljubicic mündete, die erneute
Zwei-Tore-Führung (65.). Da die Tore heute selten allein kamen,
schraubte Karaman das Ergebnis wenig später sogar auf 5:2 (68.).
Was für ein Abend auf Schalke. Während man nun vorne etwas
nachlässig wurde, fing man sich hinten noch das unnötige dritte
Gegentor. Aber was solls. Aus einem Abend mit acht Toren geht
der S04 als Sieger und Spitzenreiter hervor. So darfs bleiben!
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